Meister 25/26 – Ein Rückblick

Nach nur 362 Tagen stand es fest und der FC Oberstdorf machte die Meisterschaft in der Saison 25/26 in der Kreisliga Allgäu Süd perfekt und kehrt in die Bezirksliga Schwaben Süd zurück. Wir blicken zurück auf eine erfolgreiche Spielzeit und haben Trainer und Spieler gefragt, wie sie das vergangene Jahr erlebt haben.

Nach dem dramatischen Abstieg im letzten Jahr, als man sich in der Relegation im Elfmeterschießen geschlagen geben musste, begann für Trainer Nico Reggel und seine Mannschaft die Aufgabe Kreisliga Allgäu Süd. Normalerweise verändert sich der Kader nach einem Abstieg stark, doch beim FCO hielt man auch nach dem Abstieg zusammen. Man verzeichnete nur zwei Abgänge und konnte so in der neuen Saison auf denselben Kader bauen und diesen in der Vorbereitung weiter verbessern. Hier merkte man schon, dass die neue Herausforderung angenommen wurde und man viel erreichen will, empfand auch Angreifer Marcel Adelhard. Die Mannschaft zeigte von Anfang an „den Ehrgeiz, den Hunger“ und verbesserte sich durch „hartes Training und Videoanalysen“.

Den Saisonstart gestaltete man mit zwei Siegen zunächst positiv, musste aber am dritten Spieltag eine bittere Pleite in Seeg verkraften. Doch am nächsten Spieltag kam für Kapitän Marco Bonauer ein Schlüsselmoment der Saison: „Wir gewannen zuhause gegen Füssen mit einem Last-Minute Treffer. Da spürte man sofort, dass es der ganzen Mannschaft Selbstvertrauen gab und wir wussten, dass wir auch enge Spiele gewinnen können und geduldig bleiben können. Wir können auch späte Treffer erzielen.“ Danach spielte die Mannschaft mit viel Selbstvertrauen und konnte bis zum Hinserien-Abschluss zehn Siege einfahren, bei lediglich zwei Unentschieden und einer Niederlage. Das Spiel bei Neugablonz, war dann für Niklas Rohner ein wichtiger Moment der Saison: „Es war ein kämpferisches und schweres Auswärtsspiel. Aber der Sieg schweißte uns nochmal richtig zusammen!“. So überwinterte der FCO auf dem ersten Tabellenplatz und nahm die Motivation mit in die Wintervorbereitung.

Den Auftakt nach der Winterpause in Füssen vermasselte man und verlor mit 0:2. Danach kam aber für viele der entscheidende Moment der Saison beim Heimspiel gegen den TSV Seeg-Hopferau-Eisenberg. „Nachdem wir 60 Minuten in Unterzahl waren, lang das 0:0 verteidigten, dann 1:0 in Führung gehen und den Sieg holen. Man hat gemerkt, dass wir eine Mannschaft sind, die gefestigt ist. Das wir kämpfen und beißen können.“, erinnert sich Siegtorschütze Chris Lingg und auch Abwehrmann Markus Stölzle schlägt in dieselbe Kerbe ein und betont welche Auswirkungen dieser Sieg für den Verlauf hatte: „Die Wochen danach waren wir bis auf das Spiel gegen Obergünzburg unschlagbar und haben nichts mehr liegen gelassen!“

Mit diesem Gefühl spielte man sich durch die Rückrunde und erkämpfte sich weitere Siege, sodass man am 17.05.2026 im Spiel beim TSV Oberstaufen/Stiefenhofen sein Meisterstück perfekt machte und mit einem 3:1 Erfolg die frühzeitige Meisterschaft feierte!

Der junge Trainer Nico Reggel konnte dadurch mit seiner Mannschaft den direkten Wiederaufstieg feiern und blickt auf die Saison zurück: „Eine Saison mit vielen Höhen aber auch ein paar Rückschlägen. Insgesamt war die Saison sehr wichtig für die Entwicklung der Spieler und der Mannschaft. Auch für mich als junger Trainer bedeutet der Erfolg sehr viel. Nach dem Abstieg kam auch Gegenwind von außen, aber die Mannschaft hat einen Riesenjob gemacht und es freut mich besonders für sie!“ Eine Stärke die auch Marco Bonauer und Niklas Rohner so sehen: „Wir haben uns immer auf uns konzentriert und auf das nächste Spiel. Wir wollten immer nur das nächste Spiel gewinnen, egal wie das Spiel davor gelaufen ist oder welches Spiel in zwei Wochen folgt.“, so Marco Bonauer und Niklas Rohner führt weiter an: „Es zählte nur, was in der Kabine und auf dem Platz passierte und nicht, was außerhalb für Meinungen kamen.“

Diesen Zusammenhalt sehen auch alle als die große Stärke der Mannschaft. Nach einem Abstieg nicht auseinander zu fallen und in der nächsten Saison zusammen die Meisterschaft zu holen ist schon sehr besonders: „Der Zusammenhalt hat uns Woche für Woche noch stärker gemacht“, bekräftigt Marcel Adelhard und auch der Spirit über den Fußballplatz hinaus trägt dazu bei findet Niklas Rohner: „Wir hielten ständig zusammen, feierten Erfolge und wollten aus Niederlagen immer das Beste herausziehen“ und auch Christian Lingg ergänzt: „Die dritten Halbzeiten waren überragend, die haben wir wirklich sehr sehr gut hingebracht.“

Aber nur durch Zusammenhalt hat man die Meisterschaft nicht erreicht, da gehört mehr dazu und hier spricht man vor allem die Defensive Kompaktheit und die gute Kaderstruktur und -breite an. „Die Mischung aus Jung und Erfahren hat sich perfekt ergänzt“, so Rohner und Markus Stölzle sieht es ähnlich: „Die Kaderbreite, die gute Altersstruktur und das Vertrauen untereinander in die Stärken jedes Einzelnen“ war ein weiterer Garant für den Erfolg.

Der Trainer stellt die Defensive Stabilität in den Vordergrund: „Wir zeigten immer die nötige Laufbereitschaft und Zweikampfstärke gegen den Ball. 20 Gegentore sprechen für sich!“ und auch Stürmer Chris Lingg sieht dies als entscheidenden Punkt für den Aufstieg: „Die Verbindung zwischen Offensive und Defensive war bei uns schon sehr gut, somit haben wir den Gegner kaum Platz gegeben und gerade gegen starke Gegner hier den nötigen Vorteil erarbeitet.“

Nun gilt der Blick aber auf die nächste Saison und die Vorfreude auf die Bezirksliga steigt, „endlich wieder mehr Stadien und mehr bessere Plätze“ freut sich Kapitän Marco Bonauer. Marcel Adelhard und Niklas Rohner können es nicht erwarten sich weiter mit der Mannschaft zu entwickeln: „Ein Jahr harte Arbeit hat sich ausgezahlt, aber ich denke, dass wir noch nicht unsere 100% erreicht haben. Wir werden im Sommer noch härter arbeiten, um dann zu beweisen, dass wir in die Bezirksliga gehören.“, so Rohner und auch Adelhard ergänzt: „Wir können in der neuen Saison daran anknüpfen, wo wir aufgehört haben und somit noch besser werden!“.